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Reiseberichte & Aktuelles

Besuch bei unseren Kindern im „Majaoni Rescue Centre e.V.“ in Mombasa im Oktober

Vom 6.10. bis 6. 12.2017 war Barbara Ernst wieder bei den Kindern im Waisenhaus in Mombasa. Dieses Mal war die besonders schwierige Situation wegen der noch ausstehenden Wahl überall zu spüren. Das ganz Hin und Her mit den immer wieder verschobenen Wahl- Terminen hat das ganze Land still gelegt. Viele Dinge, die erledigt werden mussten, wurden aufgeschoben und die Menschen wussten nicht, wie es weiter gehen sollte. Ärzte streikten weil sie keine Gehälter mehr ausbezahlt bekamen und die Straßen wurden nicht erneuert, da sich niemand für die Löhne der Bauarbeiter zuständig fühlte von der Regierung.  Schon während und auch nach der Wahl haben die Gegner des amtierenden Präsidenten demonstriert und gekämpft auf den Straßen, hauptsächlich in den Gegenden, in denen die  Hochburgen des Stammes liegen dem der Präsident angehört, im Norden Kenias, also nicht bei uns im Süden an der Küste. Dann, nachdem das offizielle Ergebnis der Wahl bestätigt wurde und der alte wieder der neue Präsident ist, kehrte langsam Ruhe und Normalität ein.

Leider ist durch meine Krankheit (ich hatte ein Insekt im Ohr, das nach 5 Wochen erst erkannt und entfernt wurde und mir sehr starke Schmerzen verursacht hat) dieses Mal die Zeit bei den Kindern etwas anders verlaufen als ich es vorgehabt hatte. Trotzdem habe ich mit unseren Vereinsmitgliedern Heinz und Stefan Breitner viel mit den Kindern unternommen. Stefan Breitner hat 6 Monate seiner Ausbildung zum Sozialarbeiter in Mombasa zusammen mit den Kindern verbracht, die das unheimlich genossen haben. Sie waren begeistert jemanden zu haben, der sich nur um sie und ihre Belange gekümmert hat. Wir danken Stefan Breitner an dieser Stelle für sein Engagement bei und mit den Kindern. Ebenfalls danken wir unserem Mitglied Annika Krupp, die wieder einige Male während ihres Aufenthaltes in Kenia bei den Kindern einen Stopp eingelegt und mit den Kindern gespielt und sie unterhalten hat. Die Kinder hängen an Annika und genießen die Tage, an denen sie bei ihnen ist.

Wir mussten uns leider von 4 unserer Kinder räumlich trennen, die das 18 Lebensjahr erreicht haben und nach kenianischem Gesetz nun nicht mehr im gleichen Haus wohnen dürfen, wie die jüngeren Kinder. Wir werden sie allerdings weiterhin begleiten, für sie die Schulgebühren bezahlen und uns um sie kümmern. Sie sind bei entfernten Verwandten untergebracht in den Ferien, ansonsten leben sie in den Boarding-Schools während der Schulzeit. Sie können in den Ferien weiterhin im Waisenhaus essen und ihre Geschwister besuchen, aber sie fehlen den kleineren Kindern sehr im täglichen Umgang. Trotz allem haben wir wieder unsere gewohnten Ausflüge zum Meer oder zum Schwimmen-Lernen an den Pool gemacht. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei und einige werden wohl in Kürze schwimmen können, was für afrikanische Kinder nicht gerade selbstver-ständlich ist. Kaum ein Erwachsener kann hier schwimmen.

Unser angefangenes Haus macht weiter Fortschritte, obgleich wir noch immer auf der Suche nach weiteren Geldern sind, die uns noch fehlen. Das Fundament ist fertig und man hat mit dem Bau der Wände begonnen. Das wird eine Überraschung für die Kinder geben, wenn wir ihnen eines Tages erzählen, dass sie in ein eigenes Haus umziehen können. Nach einer herzlichen Verabschiedung wie immer ging es dann wieder heim und alle zählen die Wochen bis zum nächsten Mal.