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Reiseberichte & Aktuelles

Besuch bei unseren Kindern im „Majaoni Rescue Centre e.V.“ in Mombasa im März

Vom 14. März bis zum 12. Mai 2017 war unsere 1.Vorsitzende, Barbara Ernst, wieder in Mombasa, um die Zeit mit unseren Kindern zu verbringen und wichtige Angelegenheiten dort zu regeln.

Die ersten 6 Wochen waren begleitet von wundervollem Wetter bei herrlichem Wind und meistens über 30 Grad Wärme.

Außerdem waren zu Besuch im Waisenhaus Steffi Jung und ihr Partner Stefan, die nicht nur viele Geschenke für die Kinder mitbrachten, sondern auch zwei der Kinder besuchen wollten, die Steffi Jung und ihre Freundin als Schulpaten ausgesucht hatten. Sie zahlen für unsere Nelly und Emmy das jährliche Schulgeld. Beide Kinder waren sehr begeistert, einmal ihre Schulpaten kennen zu lernen.

Unser Mitglied Heinz Breitner mit seiner Frau Lena aus Salching bei München hatte für eine längere Zeit auch seinen Urlaub in Mombasa gebucht. Sie waren oft bei den Kindern und haben enge Kontakte geschlossen. Gemeinsam haben wir versucht, den Kindern Schwimmunterricht in einem Swimming Pool eines nahe gelegenen Hotels zu geben. Einige der Kinder sind schon auf dem richtigen Weg, schwimmen zu lernen, aber es bedarf sicherlich noch einiger weiteren Pool-Tage.

Wir haben ein neues Mitglied in unserer Mitte aufgenommen und zwar die kleine Julie. Ihre Mutter, noch Schülerin, hatte sie einen Tag nach der Geburt im Krankenhaus verlassen, da sie mit dem Kind nicht zu ihren Eltern nach Hause kommen durfte, man wollte das Kind töten. Um das zu verhindern, fragte man bei uns an, ob wir das 1 Tag alte Baby nehmen wollten. Wir haben das kleine Würmchen aufgenommen und hoffen, dass es bei uns in Gesundheit aufwachsen kann.

Das highlight des Aufenthaltes war allerdings die Mitteilung einer großen deutschen Charity Organisation, die uns die Zusage gab, einen größeren Anteil zu dem von uns geplanten Hausbau für die Kinder auf dem in 2015 gekauften Grundstück zu zahlen. Dieses Grundstück ist mittlerweile eingezäunt und sobald die Baugenehmigung vorliegt, können wir mit dem Bau beginnen. Allerdings muss noch ein beachtlicher Anteil der Kosten durch andere Sponsoren aufgebracht werden.

Leider begann in diesem Jahr die Regenzeit dort in Kenia bereits im April.  Für die Einheimischen und die Natur war das ein Segen, aber es hatte auch seine negativen Seiten, denn es regnete an einem Stück 11 Tage. Das hatte zur Folge, dass Häuser einstürzten und Brücken zusammen brachen oder einfach weg gespült wurden. Etliche Menschen kamen dabei ums Leben.

Im August d. J. finden in Kenia wieder Wahlen statt. Alle Menschen, die ich kenne, hoffen auf eine Veränderung, denn das Leben dort ist sehr schwer für die Menschen. Die täglichen Grundnahrungsmittel werden von Woche zu Woche teurer und sind fast nicht mehr bezahlbar für alle mit einem geringen Einkommen. Aber es bleibt abzuwarten, was in diesem Land, wo Korruption an der Tagesordnung ist, geschieht. Es sei den Menschen zu wünschen, dass eine neue Regierung das Leben etwas erleichtert.